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FASTEN: JEDER KENNT ES

Essen und nicht Nichtessen sind wie Wachen und Schlafen, wie Spannung und Entspannung zwei wesentliche Pole, die das menschliche Leben bestimmen. Essen am Tage und Fasten in der Nacht gehören so selbstverständlich zum Lebensrhythmus, das sich eigentlich niemand darüber Gedanken macht. Nur wenn wir am Abend spät gegessen haben, fällt uns am nächsten Morgen auf, dass der Appetit fehlt: Ein Zeichen des Körpers, das die für ihn notwendige Fastenzeit noch nicht beendet ist- sie wurde nur verschoben.
Engländer nennen das Frühstück nicht umsonst < Breakfast> : Fastenbrechen.
Der Mensch benötigt zwölf bis vierzehn Stunden am Tag in seiner Wachseinsperiode Energien für seine Tätigkeiten wie Arbeit, Kontakte und Kommunikation mit der Außenwelt, für Aktionen aller Art und für die Nahrungsaufnahme. Zehn bis zwölf Stunden bleiben ihm in der Nacht für den Stoffwechsel, das heißt für Abbau, Umbau und Aufbau von Körpersubstanzen und zur Erholung. Die dafür notwendige Energie holt sich der Körper aus seinen Depots. In der Fastenzeit der Nacht <beschäftigt sich=““ der=““ mensch=““ mit=““ selbst=““> : er schläft, er hält Still, ruhe, Geborgenheit und Wärme helfen ihm, allen aus sich selbst zu leben.</beschäftigt>

FASTEN UND KRANKSEIN

Auch der Kranke braucht Ruhe, Geborgenheit und Wärme; auch er möchte häufiger als sonst mit sich allein sein. Das fiebernde Kind lehnt Nahrung ab und verlangt nur nach frischen Säften. Der kranke Hund verkriecht sich in seine Hütte und frisst tagelang nichts. Kranke Lebewesen also verhalten sich instinktiv richtig; sie Fasten. In dem er fastet, spart er sich die Verdauungsarbeit, die dreißig Prozent des gesamten Energieaufwandes beansprucht, und nutzt die frei werdende Energie für die Heilarbeit.

FASTEN UND LEISTUNG

Sie wissen vielleicht aus eigener Erfahrung, das Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Denkvermögen keineswegs unmittelbar vom Essen abhängen.
Im Gegenteil, der Volksmund sagt ganz richtig: < Ein voller Bauch studiert nicht gern.> Der Nüchterne nämlich denkt besser und schneller.

WAS IST FASTEN?

Fasten ist eine Naturgegebene Form menschlichen Lebens.
Fasten bedeutet, dass der Organismus durch innere Ernährung und Eigensteuerung aus sich selbst leben kann.
Fasten ist eine Verhaltensweise von selbständigen Menschen, die sich frei entscheiden können.
Fasten betrifft den ganzen Menschen, jede einzelne seiner Körperzellen, aber auch seine Seele und seinen Geist.
Fasten ist die beste Gelegenheit, in Form zu bleiben oder wieder in Form zu kommen.
Fasten ist ein starker Impuls, die eigene Lebensweise zu ändern, falls das nötig ist.

WAS IST FASTEN NICHT?

Fasten ist nicht Hungern
Fasten hat nichts zu tun mit Entbehrung und Mangel
Fasten bedeutet nicht, weniger essen.

2.

Fasten meint nicht: Abstinenz von Fleisch am Freitag oder Ähnlichem – das wäre nur Verzicht.
Fasten ist keine Schwärmerei von Sektierern.
Fasten kann, muss nicht unbedingt etwas mit Religion zu tun haben.

DIE FÜNF GRUNDREGELN DES FASTENS

1- In den Fastentagen absolut nichts essen – nur trinken.
Konkret heißt das, fünf bis zehn Tage nur Flüssigkeit zu sich nehmen: Tee, Gemüsebrühe, Obst oder Gemüsesäfte und natürlich Wasser trinken, mehr als der Durst verlangt.

2- Weglassen, was nicht Lebensnotwendig ist.
Alles was zur lieben Gewohnheit geworden ist, aber dem Körper während der Fastenzeit schadet: Nikotin, Alkohol in jeder Form; Süßigkeiten und Kaffee; Medikamenten soweit entbehrlich sind. Auf jeden Fall aber Entwässerungstabletten und Appetitzügler und Abführtabletten.

3- Sich vom Alltag lösen!
Mal heraus gehen aus beruflichen und familiären Bindungen, weg von Terminkalender und Telefon; – Verzicht auf Illustrierte, Radio, Fernseher. Statt Reizüberflutung von Außen – Begegnung mit sich selbst;statt sich der Steuerung von Außen zu unterwerfen – sich der Innensteuerung überlassen, seine innere Stimme wahrnehmen und sich davon leiten lassen.

4- Sich natürlich verhalten
Das heißt, all das zu tun, was dem Körper gut tut, wonach der Körper verlangt. Der Erschöpfte soll sich ausschlafen, der Bewegungsfreudige wandern, Sport treiben, schwimmen, was auch immer. Das tun, was Spaß macht – bummeln, lesen, tanzen, Musik genießen, Hobbys pflegen.

5- Alle Ausscheidungen fördern
Den Darm regelmäßig entleeren, die Nieren durchspülen, schwitzen, ab atmen, Haut und Schleimhäute pflegen.

GÄNGIGE UND ERFOLGREICHE FASTENFORMEN

1- Buchinger Fasten
Tee-Saft-Fasten nach Dr. Buchinger. Morgens und Nachmittags trinkt man jeweils 2 Tassen Kräutertee, mittags und Abends gibt es Gemüsebrühe oder Obst- und Gemüsesäfte. Und natürlich zwischendurch Wasser.

2- Rohsäftefasten (nach Heun)
3-5 mal täglich 1 Glas frisch gepressten Obst- oder Gemüsesaft, zwischendurch 2 Liter Wasser.

3- Molkefasten
1 Liter Molke über den Tag verteilt, ergänzt durch Kräutertees und frisch Pflanzensäfte. < Diät Kurmolke> (Heirler) ist mit Eiweiß angereichert, geeignet für schlanke Menschen und für die zweite Hälfte sehr langer Fastenzeit.

4- Schleimfasten
Eine für Magen und Darm Empfindliche besonders geeignete Fasten Form.

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5- Null-Diät
Wasser fasten mit Zugabe von Vitaminen und Mineralsalz-Tabletten; wird oft in Kliniken durchgeführt.

6- Wasserfasten
Die strengste fasten Form
, weil gänzlich ohne Kalorien und basische Valenzen: Gutes Quell- oder Mineralwasser, 1 1/2 Liter für Normalgewichtiger, 2-3 Liter für Übergewichtiger

7- Teefasten
Bei dieser Fastenform wird 3 mal am Tag 2 Tassen Tee aus verschiedenen Kräutern ohne Honig eingenommen; zwischendurch Wasser. Teefasten hat dem Wasserfasten gegenüber den Vorteil, das man warme und basenreiche Getränke zu sich nimmt.

GEWINN DURCH FASTEN

Fasten als schnellste, angenehmste und ungefährlichste Methode, überflüssige Pfunde loszuwerden.
Fasten als beste Möglichkeit, aus dem Zuviel unserer Konsum betonten Zeit herauszufinden sowie maßvoll essen und sinnvoll genießen zu lernen.
Fasten als Hilfe zur Lösung aus der Abhängigkeit von Medikamenten und Genussmitteln.
Fasten zur Entstauung und Entspeicherung von verschlacktem Gewebe, das gleichzeitig schmerzfrei wird und sich anfühlt.
Fasten als Weg zu schöner Haut und zur Straffung aller Bindegewebe.
Fasten als eines der wenigen, erfolgreichen biologischen Entgiftungsmittel in einer schadstoffbelasteten Umwelt.
Fasten zu Erhaltung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, vor allem im Lebensabschnitt der Wechseljahre der Frau und der < midlife-crisis> des Mannes.
Fasten im Hinblick auf das Altern – es kann das biologische Altern nicht verhindern, vermag aber vorzeitige Alterungsvorgänge aufzuhalten.
Fasten als Frühheilverfahren gewinnt zunehmende Bedeutung, da Risikofaktoren für ernste Krankheiten labortechnisch rechtzeitig erkennbar sind.
Heilfasten als klinisches Heilfasten – die wirkungsvollste und ungefährlichste Behandlungsmöglichkeit bei ernährungsabhängigen Stoffwechselerkrankungen. Dr. Buchinger sagt vom langen Fasten, es sei ein < königlicher Heilweg> für viele akute und chronische Krankheiten. Dies kann jeder Fasten erfahrene Behandler bestätigen.

PS.: entnommen aus dem Buch: Wie neugeboren durch Fasten von Dr. med. Hellmut Lützner.